Übergänge im Lebenslauf: Kommunen gestalten Bildungswege transparent und gerecht
Wie lassen sich biographische Übergänge von der frühen Bildung bis ins Erwerbsleben durch die Kommunen bestmöglich begleiten? Unter dieser Fragestellung veranstaltete die Regionale Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement (REAB) Hessen am 28. Oktober 2026 das Dialogforum „Übergänge im Lebenslauf“ im Haus am Dom in Frankfurt am Main. Rund 80 Teilnehmende aus kommunaler Praxis, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und weiteren Bildungsakteuren nutzten die Gelegenheit, um über Synergien und strategische Handlungsmöglichkeiten im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM) zu diskutieren.
Kommunales Bildungsmanagement: Impulse für gerechte Bildungsübergänge
Zum Einstieg in die Thematik beleuchteten Chloé Frenzel (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Dr. Elisabeth Aram (Geschäftsführung involas) und Julia Klausing (Projektleitung REAB Hessen) das Thema des Tages in einem gemeinsamen Interview aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Die Diskussion wurde dann mit dem fachlichen Impuls durch Prof. Dr. Andreas Walther von der Goethe-Universität Frankfurt weitergeführt. In seiner Keynote fokussierte er sich auf die Rolle von biografischen Bezugnahmen, kulturellen Diskursen und professionellen Akteuren bei Übergängen im Lebenslauf.
Von der frühen Bildung bis zum Erwerbsleben: Fachsessions und Vernetzung
In drei fachspezifischen Sessions vertieften die Teilnehmenden im Vormittagsblock zunächst die frühen Phasen der Bildungskette: Im Fokus standen die frühe Bildung, der Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe sowie die Gestaltung des (offenen) Ganztags.
Nach der Mittagspause sorgte der Programmpunkt „Über den Tellerrand“ für einen auflockernden Mittelteil. Abseits der klassischen inhaltlichen Arbeit lud dieses Format zu einem angeregten Austausch in unkonventionellen Zusammenstellungen ein, ermöglichte Perspektivwechsel und förderte den Auf- und Ausbau von Vernetzungen.
Daran anknüpfend rückten in den Nachmittagssessions die späteren Phasen des Lebenslaufs in den Fokus. Hierbei wurden der Übergang Schule–Beruf sowie die Bedeutung von Bildungsberatung und Weiterbildung als Brücken im Erwerbsleben intensiv beleuchtet. In allen Sessions stand stets die Frage im Zentrum, wie Übergänge möglichst optimal gestaltet werden können.
Das Dialogforum bildete inhaltlich einen Prolog zum Jahresthema des Fachnetzwerks im kommenden Jahr. Das Thema Übergänge wird sich an verschiedenen Stellen wiederfinden, beispielsweise im Rahmen einer Fachkonferenz. Dass die Thematik von großer Relevanz für kommunale Bildungslandschaften ist, zeigte auch das hohe Interesse an der Jahresveranstaltung der REAB Hessen: Sie war bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Die Dokumentation der Veranstaltung ist zeitnah auf der Website der REAB Hessen zu finden.
Hintergrund
Das Dialogforum ist ein jährlich stattfindendes Veranstaltungsformat der REAB Hessen. Im Rahmen der bundesweiten Transferinitiative unterstützt die REAB Hessen Landkreise und kreisfreie Städte dabei, ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) auf- und auszubauen. Die REAB Hessen ist angesiedelt bei involas, dem Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. und sie wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.