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Drei Perspektiven auf den Übergangssektor: Neue Publikation liefert Impulse für Verbesserungen

Eine neue Veröffentlichung bündelt die Sichtweisen von jungen Menschen, Fachkräften und Leitungen auf den Übergangssektor und zeigt, was sich für bessere Ausbildungs- und Zukunftschancen ändern muss.

Der Übergangssektor steht seit Jahren in der Kritik: Zu viele junge Menschen münden nach der Schule nicht direkt in eine Ausbildung ein, sondern durchlaufen Maßnahmen, die Orientierung geben sollen, aber oft wenig anschlussfähig sind. Die neue Publikation „Drei Perspektiven – eine Vision“ greift diese Herausforderungen auf und richtet den Blick auf diejenigen, die den Übergangssektor täglich erleben und gestalten: junge Menschen, Fachkräfte und Leitungen. involas hat die Veröffentlichung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung (DKJS) erstellt. 

Die Publikation macht deutlich, dass Reformen im Übergangssektor nur dann tragfähig sind, wenn unterschiedliche Perspektiven systematisch einbezogen werden. Grundlage sind Workshops mit Leitungen und Fachkräften sowie Gespräche mit jungen Menschen. So entstand ein vielschichtiges Bild eines Systems, das für viele Beteiligte zu wenig Orientierung, zu wenig Verlässlichkeit und zu wenig Passung bietet. 

Was junge Menschen, Fachkräfte und Leitungen verändern würden 

Die Kritik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln ähnelt sich durchaus, wie die Veröffentlichung zeigt. Junge Menschen wünschen sich vor allem mehr echte Unterstützung, verlässliche Beziehungen und Angebote, die zu ihrer Lebensrealität passen. Fachkräfte beschreiben strukturelle Hürden wie Zeitdruck, unklare Zuständigkeiten und unzureichende Ressourcen. Leitungen verweisen auf fehlende Abstimmung zwischen Institutionen, kurzfristige Förderlogiken und hohe Anforderungen an die Steuerung komplexer Unterstützungsstrukturen. 

Zugleich bleibt der Bericht nicht bei der Problembeschreibung stehen. Er formuliert konkrete Entwicklungsbedarfe für einen Übergangssektor, der junge Menschen wirksamer begleitet. Dazu gehören eine rechtzeitige und praxisnahe Berufsorientierung, besser verzahnte Unterstützungsangebote, verlässliche Ansprechpersonen sowie Strukturen, die individuelle Wege nicht behindern, sondern ermöglichen. Der Übergangssektor erscheint damit nicht als bloße Zwischenstation, sondern als zentraler Bereich für Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und Fachkräftesicherung. 

Ein Beitrag zur Debatte um Ausbildungs- und Zukunftschancen 

Für das Autor*innenteam ist die Publikation ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte um den Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf. Sie zeigt, dass tragfähige Lösungen nur entstehen, wenn die Erfahrungen aller Beteiligten ernst genommen und in Reformprozesse übersetzt werden. Gerade mit Blick auf den Fachkräftebedarf und die Frage nach gerechteren Bildungschancen braucht es tragfähige Konzepte, die junge Menschen nicht in Warteschleifen halten, sondern ihnen echte Perspektiven eröffnen. 

Die Publikation „Drei Perspektiven – eine Vision“ wurde von involas im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der DKJS erstellt und im Rahmen der Initiative für Ausbildungs- und Zukunftschancen veröffentlicht. Für die Umsetzung erhielt die DKJS eine Förderung aus Mitteln der Soziallotterie freiheit+. 

Publikation zum Download: Drei Perspektiven – eine Vision